Dipl.- Ing. [FH] Götz Rieber
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Der Begriff "Braune Wanne" leitet sich von der Braunfärbung des Bentonits ab. Die braune Wanne ist ein Abdichtungssystem, das bei den Lastfällen aufstauendes Sickerwasser und drückendes Wasser eingesetzt wird.
Bei der Braunen Wanne werden die mit dem anströmendem Wasser in Berührung kommenden Gebäudeteile erdseitig in Bentonitbahnen gehüllt. Die abdichtende Funktion übernimmt das Bentonitgranulat, das in geotextilen Trägerbahnen eingewebt ist. Die Dichtwirkung des Bentonits beruht auf seiner hohen Quellfähigkeit. Erfolgt diese Quellung innerhalb eines begrenzten Volumens (z.B. in einer Dichtungsschicht) entsteht ein Quelldruck, der mehrere bar erreichen kann und der ein weiteres durchdringen des Wassers verhindert. Das vorher trockene Bentonit hat sich in eine gelartige Substanz verwandelt. Wichtig ist die Qualität des verwendeten Bentonits. Natürliches Natriumbentonit ist das für die Bauwerksabdichtung geeignete Material, das in ausreichender Masse je Flächeneinheit in den Matten als Granulat vorhanden sein muss.
Das Bentonit muss unverschieblich in die Matte eingebunden sein und auch bei vertikaler Anwendung in seiner Lage bleiben.
Die Bentonitmatte bildet beim Abbinden des Frischbetons mit diesem eine untrennbare Einheit.

 

Vorteile der Braunen Wanne:


• Hohe Dichtigkeit (10-11 m/s)
• keine Hinterläufigkeit durch feste Verbindung mit dem Frischbeton
• kleinere mechanische Beschädigungen werden durch die Quellfähigkeit selbstständig abgedichtet.
• witterungsunabhängige Montage möglich
• Schutz des Betons z.B. bei chemischem Angriff durch natürliche Böden und Grundwasser.

• Sekundärabdichtung bei Weißen Wannen (Wenn z.B. die Zugänglichkeit für event. später notwendige Sanierungsarbeiten nicht gegeben ist).