Dipl.- Ing. [FH] Götz Rieber
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Seit 2003 ist die Ausführung von Weißen Wannen in einer Richtlinie gefasst. Oft wird diese bei Bauvorhaben nur unzureichend angewendet.

Die Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (WU-RiLi des DAfStb.) fordert neben der Berücksichtigung der die Wasserundurchlässigkeit beeinflussenden Gesichtspunkte auch explizit die Planung sämtlicher Fugen, Durchdringungen, Betonierabschnitte, Sollrissfugen etc.
Zudem sind alle Festlegungen und Entscheidungen in der Planung zu dokumentieren. Ferner sind Qualitätssicherungsmaßnahmen zu planen. Es muss sichergestellt sein, dass die geplanten Maßnahmen bei der Ausführung umgesetzt werden.

Werden Detaillösungen dem ausführenden Unternehmen überlassen, so sind nach Maßgabe der WU-RiLi häufig Undichtheiten zu erwarten.
Die WU-Richtlinie verschiebt somit den Schwerpunkt der Verantwortlichkeit auf die Seite der Planer.

Die Leistungserbringung „Abdichtungsplanung“ erfolgt jedoch nicht automatisch als Nebenleistung durch z.B. den Tragwerksplaner. Dieser muss, soll er die Verantwortung für die Dichtheit des Bauwerks übernehmen, separat beauftragt werden. Bei komplexeren Bauwerken ist es sinnvoll, einen erfahrenen Fachplaner für wasserundurchlässige Betonbauwerke zu beauftragen. Denn die WU - Richtlinie fordert unter anderem die Planung von nachträglichen Abdichtungsmaßnahmen im Schadensfall oder z.B. bei geplanten Rissbreiten.